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Warum der Gipfel nicht immer das Ziel ist: Das Birkhuhn am Hirschberg

Maja Pieszkur

Am 22. und 23. Januar waren sieben Studierende im Rahmen des Projekts „Wir im Wald“ am Hirschberg im Landkreis Miesbach unterwegs. In Gesprächen mit Wandernden und Einheimischen sammelten sie Eindrücke zur Birkhuhn-Thematik und entwickelten ein Schutzkonzept, das den Vorgipfel attraktiver machen soll. Am zweiten Tag stellten sie ihre Ideen vor Vertreterinnen und Vertretern aus Forst, Kommune und Tourismus vor und kamen gemeinsam ins Gespräch.

Die Birkhuhn-Problematik

Am Hirschberg kamen die Studierenden mit Wandernden und Einheimischen ins Gespräch und sprachen offen über die Situation des Birkhuhns. In kurzen Interviews erkundigten sie sich nach dem Bekanntheitsgrad der Problematik und danach, ob bereits Rücksicht auf das Birkhuhn genommen wird. Außerdem wollten sie wissen, was Menschen dazu bewegen könnte, ihre Wanderung bewusst am Vorgipfel zu beenden, um den sensiblen Gipfelgrat im Winter zu schonen. Daraus entwickelten sich viele spannende und ehrliche Gespräche, die den Studierenden ein klares Stimmungsbild vermittelten. Besonders positiv: Viele Befragte waren bereits gut informiert und hielten sich an die geltenden Regeln.

Stickeraktion am Hirschberg: Studierende haben verschiedene Sticker gestaltet, um mehr Aufmerksamkeit für den Schutz des Birkhuhns zu schaffen. (Foto: Janina Erb)

Präsentation der Ergebnisse

Am zweiten Tag der Exkursion präsentierten die Studierenden ihre Konzepte zur Steigerung der Attraktivität des Vorgipfels beim Forstbetrieb Schliersee. Anwesend waren die beiden Vertreter des Forstbetriebs Lasse Weicht und Lorenz Biller, Bürgermeister der Gemeinde Kreuth Josef Bierschneider, Andreas Kimpfbeck vom Tegernseer Tal Tourismus, Johanna Völkel, Gebietsbetreuerin Mangfallgebirge und Katharina Schwab von der Regionalentwicklung Oberland. Die Ideen der Studierenden stießen auf Begeisterung und lieferten Stoff für eine lebhafte Diskussion. Alle Beteiligten waren sich einig: Das Projekt soll weiterentwickelt werden und nicht in der Schublade verschwinden.

Beim Forstbetrieb Schliersee stellten die Studierenden ihre Ergebnisse und Ideen vor. (Foto: Selina Esslinger)

Zum Abschluss der Exkursion ging es noch an den Tegernsee, wo die Studierenden abschließend weitere Umfragen durchführten. Insgesamt war die Exkursion ein voller Erfolg und stellte einen gelungenen und sehr motivierenden Abschluss des „Wir im Wald“ Projekts dar.

Frühere Exkursionen und Projekte legen den Grundstein für den Birkhuhnschutz

Am Hirschberg haben Studierende als Teil des Wir im Wald-Projekts bereits mehrere Initiativen zum Schutz des Birkhuhns gestartet. Im Februar 2025 standen in einer digitalen Diskussionsrunde zunächst Fragen im Mittelpunkt, wie der Schutz der sensiblen Vogelart mit der Nutzung und Zugänglichkeit des Hirschbergs in Einklang gebracht werden kann. Im Sommer 2025 entwickelten Studierende darauf basierend ein Pilotprojekt, das Wandernde für die Bedürfnisse des besonders störungsempfindlichen Birkhuhns sensibilisieren sollte. Sie entwickelten ein neues Beschilderungskonzept und testeten es direkt vor Ort am Hirschberg. Dabei führten sie Interviews mit Besuchenden, um herauszufinden, wie die Schutzmaßnahmen wahrgenommen werden und wie offen die Menschen für naturschonendes Verhalten sind. Auf diesen Erfahrungen aufbauend wurde nun das aktuelle Konzept für den Vorgipfel entwickelt, das den Schutz des Birkhuhns am Hirschberg weiter stärken soll.

Weitere Informationen zum Projekt, einschließlich Publikationen und Pressematerialien, finden Sie unter www.wir-im-wald.de.

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